Unesco Trinkwasserreport - Erschreckende Tatsachen

Veröffentlicht auf von trinkwasserluege

Unesco testet Trinkwasser  - Deutschland NUR auf Platz 57!

Vorletzter der EU – nur Belgien schlechter (Platz122) (->zur Liste) 

 

Bezogen auf die Wasserqualität liegt Deutschland weltweit auf Platz 57. Viele Deutsche leben mit der Vorstellung, dass unser Land sauberes Wasser führe und ständigen Kontrollen unterliege. Dies ist jedoch falsch.

Eine Unesco Studie vom März 2003 legte den Weltwasser-Entwicklungsbericht vor. Führend in puncto Wasserqualität ist dem UNO-Index zufolge Finnland. Canada und Neuseeland landen auf Platz zwei und drei. Österreich rangiert auf dem 18. Platz, knapp geschlagen von der Schweiz auf Platz 16. Deutschland wird in Sachen Wasserqualität der 57. Platz zugewiesen.

 

Länder wie Jamaika, Mali oder Iran haben saubereres Trinkwasser als es in Deutschland der Fall ist. Dies liegt vor allem daran, dass in Industriestaaten wie Deutschland neben der Industrie hauptsächlich die Landwirtschaft unser Trinkwasser mit Herbiziden, Pestiziden und Fungiziden belastet.

Gutes, sauberes und reines Trinkwasser ist weltweit eine Mangelware, wobei sich die Situation der Wasserversorgung eher verschlechtern denn bessern wird. Nur wenige Schadstoffe und Chemikalien wurden bisher auf ihre Gesundheits- und Umweltrelevanz untersucht, oder einer ökotoxikologischen Bewertung unterzogen.

Täglich fließen über 100.000 verschiedene Chemikalien in das Grundwasser, und es ist trotz aufwändiger chemischer Aufbereitung unmöglich, alle Verunreinigungen und Chemikalien wieder aus dem Wasser zu entfernen. Hierbei ist zu erwähnen, dass Wasser, welches Chlor oder andere ungesunde Chemikalien enthält, entscheidend zu frühzeitiger Alterung sowie Krankheit beitragen kann. Das Chlor-Problem sollte keinesfalls unterschätzt werden. Auch Hormone, Arzneimittel sowie Antibiotika sind im Trinkwasser zu finden. Denn der Aufwand diese herauszufiltern stellt eine zu große Hürde dar.

 

Was sind die Gründe dafür?

 

Trinkwasseraufbereitung in Wasserwerken

 

Methoden:

Flockung: Zusatz von Chemikalien, die Sedimentation zur Folge haben

Gegen Korrosion und Kesselsteinbildung: Phosphate …

Desinfektion durch Chlor, Na-, Ca- und Magnesiumhypochlorid, Chlorkalk, Chlordioxid und Ozon

Für 33 Stoffe, die im Wasser vorkommen können, sind Grenzwerte festgelegt, nur auf diese Stoffe müssen die Wasserwerke untersuchen. Bekannt sind aber mittlerweile einige tausend Schadstoffe!

Auf Arzneimittel-Rückstände wird überhaupt nicht untersucht, es existieren  auch keine Richtwerte. Außerdem endet die Verantwortung für die Leitungswasserqualität durch Wasserwerke am jeweiligen Hausanschluss. (Quelle: „Wasser & Salz“ von Dr. med. Barbara Hendel und Peter Ferreira)

 

 

Wasser & Schadstoffe


Trotz Überwachung im Wasserwerk oder durch das Gesundheitsamt können sich in unserem Trinkwasser zahlreiche unerwünschte und gefährliche Stoffe befinden, die unsere Gesundheit beeinträchtigen. Für diese Substanzen existieren oft überhaupt keine gesetzlichen Grenzwerte (Beispiel: Uran, Medikamentenrückstände, und Hormone). Eine Entfernung dieser Schadstoffe wird von den Wasserversorgungsunternehmen nur in dem Maße durchgeführt, wie es der Gesetzgeber in Form von Grenzwerten vorschreibt oder aus Kostengründen ganz unterlassen.

Lesen Sie hier, welche Schadstoffe im Leitungswasser zu finden sind:

Schwermetalle

 

Wasser wird in der Regel durch Leitungssysteme und Hausarmaturen mit Schwermetallen angereichert. Diese Schwermetalle sind kein natürlicher Bestandteil des Trinkwassers. Dass von ihnen eine potenzielle Gesundheitsgefährdung ausgeht, ist bekannt. Schwermetalle reichern sich vor allem in Knochen, Darm und Gehirn an. Am häufigsten werden Kupfer und Blei im Trinkwasser nachgewiesen. Auch andere Rohrmaterialien wie Edelstahl oder verzinkte Stahlrohre geben immer etwas an das Wasser ab.

Pestizide

 

 

Pestizide sind chemische Verbindungen, die als Mittel zum Pflanzenschutz oder zur Schädlingsbekämpfung dienen. Zu den bekanntesten Wirkstoffen gehören Atrazin, DCMU, Mecoprop (MCPP) und DDT (mittlerweile verboten). In der industriellen Landwirtschaft werden immense Mengen dieser giftigen Substanzen eingesetzt, in Deutschland sind es jährlich mehr als 30.000 Tonnen. Die Stoffe sickern ins Erdreich, gelangen ins Grundwasser und werden so Bestandteil unseres Trinkwassers. Die Entfernung von Pestiziden aus Trinkwasser ist sehr aufwendig und kostenintensiv. Die Giftstoffe selbst sind sehr langlebig und bauen sich extrem langsam ab. Daher können viele Stoffe, deren Einsatz bereits verboten ist, nach wie vor im Grundwasser nachgewiesen werden.

Medikamentenrückstände

 

 

In unserem Trinkwasser lassen sich in immer größerem Umfang Rückstände von Medikamenten nachweisen, dies sind vor allem Antibiotika, Röntgenkontrastmittel, Schmerz- und blutfettsenkende Mittel. In Deutschland sind rund 3000 Wirkstoffe in ca. 50.000 verschiedenen Präparaten am Markt erhältlich. Der menschliche Körper kann Arzneiwirkstoffe nicht vollständig verarbeiten oder abbauen, zum Teil werden bis zu 70 % wieder ausgeschieden. Hunderte Tonnen von Arzneimittelwirkstoffen gelangen durch Ausscheidungen in den Trinkwasserkreislauf. Auch durch unsachgemäße Entsorgung (z. B. in Toilette oder Spüle) kommt es zu Verunreinigungen mit den hochkonzentrierten Verbindungen. Wasserwerke können diese schwer biologisch abbaubaren chemischen Substanzen mit herkömmlichen Reinigungsmethoden nur unzureichend oder gar nicht ausfiltern - sie bleiben Bestandteil unseres Trinkwassers und gelangen in Speisen oder Getränken in unseren Körper. Folge einer solchen unkontrollierten Aufnahme können Nebenwirkungen wie Allergien oder Unverträglichkeiten sein. Außerdem können Resistenzen auftreten, d. h. der Körper gewöhnt sich an bestimmte Stoffe (wie z. B. Antibiotika), sie besitzen im Falle einer akuten Erkrankung keine heilende Wirkung mehr. und die Langzeitfolgen für die menschliche Gesundheit sind nicht absehbar.
Da es für Medikamentenrückstände keine Grenzwerte gibt, dürfen sich diese Substanzen im Trinkwasser befinden, ohne dass Wasserversorgungsunternehmen belangt werden könnten oder das Gesundheitsamt einschreiten müsste.
Mehr Informationen zum Thema Medikamente im Trinkwasser:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/46768/index.html



http://www.medizinauskunft.de/artikel/gesund/Essen_Trinken/16_08_medikamentenrueckstaende.php

Hormone

 

 

Ebenso wie Medikamentenreste gelangen Hormone in unser Trinkwasser und können dort in immer höheren Konzentrationen nachgewiesen werden. Hormone werden hauptsächlich zur Empfängnisverhütung eingesetzt (Antibabypille), außerdem in der Landwirtschaft (Viehzucht).
Hormone können beim Menschen Unfruchtbarkeit, Herzschädigungen und bei Kindern Entwicklungsschäden verursachen. In Deutschland ist die Fruchtbarkeit von Männern in den letzten 40 Jahren um 70% gesunken, Hormone können hierzu beigetragen haben.
Lesen Sie zum Thema Hormone im Trinkwasser einen Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel vom 26.8.2004.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,314868,00.html

http://www.oekosmos.de/artikel/details/der-hormoncocktail-aus-dem-wasserhahn/

Chlor

 

 

Um das Trinkwasser im Leitungsnetz vor Verkeimung zu schützen, wird bei so genannten Störfällen dem Wasser Chlor zugesetzt. Hierdurch kann man sicherstellen, dass gefährliche Keime im Wasser abgetötet werden. Chlor bleibt jedoch nicht stabil m Wasser, sondern kann sich mit sehr vielen verschiedenen anderen Wasserinhaltsstoffen zu neuen chemischen Formen verbinden. Diese Abbauprodukte sind dann das eigentliche Problem, da von ihnen eine stärkere Gesundheitsgefährdung ausgehen kann als vom Ausgangsstoff Chlor. Mittlerweile wird in Deutschland nur noch selten Wasser dauerhaft gechlort. Auch wird in den Wasserwerken das Chlor immer häufiger ersetzt durch Chlordioxid, das weniger Abbauprodukte erzeugt.

Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen

 

 

Mikroorganismen sind Kleinstlebewesen, auch Mikroben genannt. Zu ihnen zählen neben Viren und Bakterien auch Pilze, Mikroalgen und Protozoen. Manche Mikroorganismen sind im menschlichen Organismus wichtig und nützlich (z.B. Bakterien der Mundflora), andere können unangenehme und gefährliche Krankheiten verursachen (z.B. Escherichia coli-Bakterium). Werden Coli-Bakterien im Wasser nachgewiesen, liegt eine Verunreinigung durch Fäkalien oder andere organische Materialien vor. Coli-Bakterien dürfen laut Gesetzgeber überhaupt nicht im Trinkwasser vorhanden sein, dennoch kommt es nicht selten zu derartigen Verunreinigungen. Diese können nur durch starke Chlorungen beseitigt werden. Über menschliche oder tierische Ausscheidungen können auch Viren wie z.B. Giardien ins Trinkwasser gelangen, eine Gattung von Dünndarm-Parasiten, die sich weder durch Chlor, noch UV-Strahlung komplett abtöten lassen. Krankheitserregenden Mikroorganismen können – insbesondere bei Kindern, alten oder immungeschwächten Menschen – Übelkeit, Durchfall oder choleraähnliche Erkrankungen auslösen.

Asbest

 

 

Trinkwasserrohre bestehen zu einem großen Prozentsatz aus Asbestfaserzement, da der Einsatz von Asbest bis zu Beginn der 90er Jahre als unbedenklich für die menschliche Gesundheit eingeschätzt wurde. Neue Trinkwasserrohre dürfen erst seit 1995 keinen Zusatz mehr von Asbest enthalten. Durch die langsame Zersetzung der alten Rohre gelangen Asbestfasern in unser Trinkwasser. Die gesundheitsschädliche Wirkung (krebserregend) ist mittlerweile zweifelsfrei nachgewiesen, dennoch existiert in der deutschen Trinkwasserverordnung kein Grenzwert für Asbestfasern.

Nitrat / Nitrit

Pestizide

 

Nitrate sind Salze der Salpetersäure. Sie dienen Pflanzen als Nährstoff und werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt, z.B. in Form von Gülle. Kleine Mengen Nitrat gelten als nicht gesundheitsschädlich. Nitrat kann im menschlichen Körper jedoch zu Nitrit und krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden. Dies geschieht durch körpereigene Bakterien in Speichel, Magen oder der Darmflora. Insbesondere Kinder und Säuglinge sind durch Nitritbildung ernsthaften Risiken ausgesetzt, doch auch bei Erwachsenen besteht die Gefahr einer Krebserkrankung. Nitrat lässt sich - wenn überhaupt - nur mit sehr hohem Aufwand aus unserem Trinkwasser entfernen. Um den gesetzlich vorgeschrieben Grenzwert von 50 mg/l* einzuhalten, werden nitratreiche Wässer oft mit nitratärmeren verschnitten. Mittlerweile werden erste Großanlagen mit Umkehrosmosetechnik zur Nitratentfernung gebaut und eingesetzt.

* Zum Vergleich: Grenzwert in der Schweiz: 25 mg/l; Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Kinder: max. 10 mg/l



Quellennachweis: B. Hendel "Wasser vom Reinsten" (2002)

 

Hier sieht man ganz genau welche Gefahren von unserem Trinkwasser ausgehen. Wenn man seinen Körper schützen möchte muss man handeln. Sie erhalten Informationen über die Möglichkeiten die es gibt einfach per Email an: Wasser.info@yahoo.de

 

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